Posts Tagged ‘Film’

Limitless

2011-05-29

In Limitless bekommt ein, sowohl beruflich als auch privat, erfolgloser Schriftsteller zufällig eine neue Droge in die Hände, die seine Kreativität und sein Denkvermögen scheinbar grenzenlos erscheinen lassen.

Limitless

Bradley Cooper und seine Compagnons spielen "Findet Neo".

Zwei Elemente in Limitless erinnern mich an Fight Club und Trainspotting: Zum einen die Stimme des Erzählers aus dem Off und zum anderen der visuelle Stil, der z.B. die High– von den Down-Szenen trennt und das Morphen bzw. Transformieren einiger Kamerafahrten.

In einigen Szenen dachte ich „Jetzt kommt nicht wirklich, was ich glaube, dass jetzt kommt!“. Diese wirklich clever inszenierten Aha-Effekte sorgen für eine richtig schöne Identifikation mit der Hauptfigur und lassen mich gespannt jeder neuen Wendung entgegen fiebern.

Leider (bzw. natürlich) hat die Geschichte einige Löcher und ist manchmal unlogisch (, sonst könnte man nicht solche skurrilen Szenen konstruieren ;). Trotzdem (oder gerade deswegen) hat mir Limitless sehr gut gefallen. Der Film ist witzig, spannend, actionreich und einfach cool.

Ich werde mir Limitless bestimmt nochmal anschauen und bei meinem Buchhändler nach The Dark Fields von Alan Glynn Ausschau halten, auf dem der Film beruht. Bradley Cooper hat mir sehr gut gefallen, er trägt den Film fast alleine. Nachdem er mit Hangover in die A-Riege Hollywoods aufgestiegen ist, kann er es sich leisten die Filme zu produzieren in denen er mitspielt.

Rio

2011-05-11

In Rio soll ein domestizierter blauer Ara, das letzte Männchen, mit einem weiblichen Exemplar in Rio de Janeiro gepaart werden. Die Prämisse ist zwar unlogisch, aber der Film macht Spaß und unterhält Jung (4 und 5) und Alt (37).
Die Animation ist klasse und die Story spannend. Die Charaktere sind interessant und lustig, nur der obligatorische Waise aus dem Armenviertel ist übertrieben.
Der Soundtrack ist eine Mischung aus brasilianischen Latin-Pop und Klassikern und amerikanischen R’n’B.

Rio

Einmal Hähnchen süß-sauer zum Mitnehmen.

Rio werden wir uns bestimmt nochmal auf DVD anschauen 🙂

Thor

2011-05-03

Nach sechs Shakespeareverfilmungen wollte Kenneth Branagh wohl etwas Anspruchsvolles machen und ließ sich wahrscheinlich mit viel Geld dazu überreden bei Thor Regie zu führen.
Er macht aus Thor einen netten Actionfilm, aber 08/15-Ware. Ich finde Jon Favreau – auch ein Schauspieler/Regisseur – hat bei Iron Man und Iron Man 2 ein besseres Ergebnis abgeliefert.
Bei Thor ist alles zu einfach: Die Bösen sind zu böse, die Guten nehmen sich zu ernst und niemand braucht ein Motiv um irgendwas zu tun. Wieso überfallen die Frostriesen die Erde? Wer finanziert Nathalie Portmans Forschungen?

Thor

Thors Friseur machst sich Sorgen wegen Spliss.

Chris Hemsworth ist netter Kerl und hat beeindruckende Muskeln, sein schauspielerisches Können scheint sich auf die Ausdrücke Überraschung, Erstaunen und Verwunderung zu beschränken. Dazu gibt es natürlich den unvermeidbaren Gastauftritt des Thor-Schöpfers Stan Lee und Clark Gregg entwickelt sich mit seinen Auftritten in jedem Marvelfilm zu einem neuen Q (mit den 2012 erscheinenden Avengers und Nick Fury immerhin schon fünf Mal in der Rolle von Agent Coulson).

Fazit: Für Fanboys, die das Marvel-Universum auswendig kennen (wie z.B. Sheldon, Leonard, Howard und Raj), sicherlich ein toller Film. Ansonsten hirnloses Popcorn-Kino, für Leute die eine Bindehautentzündung haben und nicht in die Sonne dürfen 😉

New Kids Turbo

2011-04-30

New Kids Turbo besticht durch Dialoge wie bei Shakespeare und Geschichten wie von Aristoteles. Nee, jetzt mal im Ernst – wer sowas von NKT erwartet, der ist falsch in diesem Film.
Hier geht es um Sex, Gewalt und Hardcore-Techno. Dabei wird alles durch den Wolf gedreht, was entfernt nach Gag aussieht und bei drei nicht auf dem Baum ist (Wirtschaftskrise, (Neo-)Nazis, Reality-TV, Arschgeweih, Rambo, uvm.). Der Humor liegt auf dem Niveau von Flodder, Manta, Manta und Ali G in da House. Dazu kommen einige Momente die an Monty Python erinnern.

New Kids Turbo

New Kids Turbo bei Richterin Salesch

Ich fand NKT sehr unterhaltsam, abwechslungsreich und technisch sehr gut gemacht. Der Film nimmt sich selbst auf die Schippe und es gibt keinen erhobenen Zeigefinger. Mein Tipp: OmU anschauen.
Kijken Jungoh!

I Love You Philip Morris

2010-11-21

Jim Carrey ist einer der besten Hollywood-Darsteller wenn es um lustige und/oder schräge Rollen geht. Sein Talent für körperlichen Klamauk und wahnwitzige Grimassen, wie in Ace Venura, haben ihn berühmt gemacht. In I Love You Philip Morris kann darüberhinaus zeigen, dass er auch die ernsten Aspekte eines Charakters darstellen kann.

Jim Carrey und Ewan McGregor in I Love You Philip Morris

Jim Carrey und Ewan McGregor suchen bei IKEA eine neue Küche


Er spielt den schwulen Hochstapler Steven Russel, der im Gefängnis Philip Morris (Ewan McGregor) kennenlernt und sich in ihn verliebt. Er verspricht ihm keine Betrügereien mehr zu begehen, doch die Versuchungen sind zahlreich und ein gehobener Lebensstil finanziert sich nicht durch einen 08/15 Bürojob.
Der Film wird aus der Ich-Perspektive mit Off-Kommentaren erzählt und benutzt unter anderem nicht-lineare Rückblenden um die Teilstücke der Geschichte zusammenzufügen. Durch die episodenhafte Aneinanderreihungen der Szenen fehlt mir ein bißchen Durchgängigkeit. Jim Carrey glänzt durch seine Wandelbarkeit und ich musste oft lachen. Ewan McGregors Rolle kommt mir sehr klischeehaft und eindimensional vor, dadurch ist die Beziehung zwischen den Hauptcharakteren nicht wirklich glaubhaft.
I Love You Philip Morris ist kurzweilig, aber nicht der beste Film von Jim Carrey. Da hat mir Die Truman Show besser gefallen.