Posts Tagged ‘Fantasy’

Thor

2011-05-03

Nach sechs Shakespeareverfilmungen wollte Kenneth Branagh wohl etwas Anspruchsvolles machen und ließ sich wahrscheinlich mit viel Geld dazu überreden bei Thor Regie zu führen.
Er macht aus Thor einen netten Actionfilm, aber 08/15-Ware. Ich finde Jon Favreau – auch ein Schauspieler/Regisseur – hat bei Iron Man und Iron Man 2 ein besseres Ergebnis abgeliefert.
Bei Thor ist alles zu einfach: Die Bösen sind zu böse, die Guten nehmen sich zu ernst und niemand braucht ein Motiv um irgendwas zu tun. Wieso überfallen die Frostriesen die Erde? Wer finanziert Nathalie Portmans Forschungen?

Thor

Thors Friseur machst sich Sorgen wegen Spliss.

Chris Hemsworth ist netter Kerl und hat beeindruckende Muskeln, sein schauspielerisches Können scheint sich auf die Ausdrücke Überraschung, Erstaunen und Verwunderung zu beschränken. Dazu gibt es natürlich den unvermeidbaren Gastauftritt des Thor-Schöpfers Stan Lee und Clark Gregg entwickelt sich mit seinen Auftritten in jedem Marvelfilm zu einem neuen Q (mit den 2012 erscheinenden Avengers und Nick Fury immerhin schon fünf Mal in der Rolle von Agent Coulson).

Fazit: Für Fanboys, die das Marvel-Universum auswendig kennen (wie z.B. Sheldon, Leonard, Howard und Raj), sicherlich ein toller Film. Ansonsten hirnloses Popcorn-Kino, für Leute die eine Bindehautentzündung haben und nicht in die Sonne dürfen 😉

Avatar

2010-01-27

Seit Star Wars Episode I-III habe ich keinen so kommerziellen Film gesehen. Da wurde bei jeder Entscheidung, die getroffen wurde, auf Bewährtes zurückgegriffen. Vom Klischee der Eingeborenen, die im Einklang mit der Natur leben, bis zur Musik von Hans Zimmer. Cameron hat aus den Fehlern von Kollegen gelernt und so z.B. auf die komische Nebenrolle (Jar Jar Binks) verzichtet. Die Geschichte ist auch schnell erzählt: Held, tragischer Fehler, Katharsis, Happy End.
Die restlichen 160 Minuten werden mit beeindruckenden Computereffekten aufgefüllt. Sogar das Keuchen des Hauptdarstellers ist computergeneriert und dank dts überall – bis es einem auf den Keks geht.

Mondkind und Atreju warten auf Fuchur.

Mondkind und Atreju warten auf Fuchur.


Bei Avatar geht’s mir wie bei Wall-E – ich verstehe die Begeisterung nicht. Abgesehen von technisch perfekter Umsetzung und zielgruppenorientierter Produktion fehlt mir das Alleinstellungsmerkmal und das Augenzwinkern. Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass mein Filmgeschmack nicht massentauglich ist.

Der goldene Kompass

2008-04-25

Fantasyfilme sind etwas Tolles. Sie können den Zuschauer in Welten entführen, die aufregend und einzigartig sind, und Wesen erschaffen, die man nur aus Märchen oder Mythen kennt.
Zwei Filme dieses Genres, die dabei spontan einfallen sind Willow und Time Bandits. Obwohl beide Filme (über) 20 Jahre alt sind und ohne Computereffekte auskommen, bieten sie alles was einen guten Fantasyfilm ausmacht.
Daher habe ich mich auch gefreut als Der goldene Kompass auf DVD erschienen ist.
Der goldene Kompass

Gleich zu Beginn gab es aber eine Sache, die mir nicht gefallen hat: die Erklärungen zu den Paralleluniversen, dem Staub und den Dämonen. Meiner Meinung nach war das unnötig, man hätte das auch im Laufe der Geschichte zeigen bzw. erklären können. Die Computereffekte haben mir sehr gut gefallen, weil man sie nicht als solche erkennt. Vor allem die Animation der Tiere ist gut gelungen und sieht wirklich realistisch aus. Der Film besticht in erster Linie durch seinen optischen Eindruck, d.h. durch Szenerie, Kostüme, Bauten usw. Die Rollen sind durchweg hochkarätig besetzt, sogar die Stimme der Tiere werde im Original von Topstars wie Kathy Bates und Ian McKellen gesprochen.
Was jedoch ein bisschen gefehlt hat, ist die Originalität der Geschichte. Philp Pullman hat die Romanvorlage für diesen Film und die beiden Nachfolger geschrieben. Er verwendet in seinem Buch jedoch viele Elemente, die man schon gut kennt:

  • das auserwählte Kind
  • das magische Objekt
  • das allmächtige Böse
  • der prophezeite Krieg
  • usw.

Knut, der kämpfende Eisbär

Für alle, die Herr der Ringe, Harry Potter und Narnia gesehen haben gibt es nicht wirklich viel Neues, aber insgesamt ist der goldene Kompass recht kurzweilig. Wer zwischendrin kurz einnickt muss nicht zurückspulen, in den letzten drei Minuten des Films wird eine Zusammenfassung der Geschichte gegeben, indem die Hauptcharaktere und die Handlungsstränge kurz aufgezählt werden. Sehr praktisch als Vorbereitung auf die nächsten beiden Teile Das Magische Messer und Das Bernstein-Teleskop.
Aber da werde ich auch warten, bis sie auf DVD erscheinen.