Archive for the ‘Computer’ Category

LaTeX unter Ubuntu

2008-07-03

Distribution
Da teTex nicht weiterentwickelt wird, ist Tex Live die aktuell empfehlenswerteste Latex-Distribution.

Tex Live
In Ubuntu findet man seit Edgy Eft (6.10) die Distribution TeX Live in den universe Quellen. Ab Gutsy Gibbon (7.10) ersetzt TeX Live teTeX und ist in den main Quellen enthalten. TeX Live wird mit den folgenden Paketen installiert:
* texlive – Beinhaltet ein vollständiges TeX-System mit zusätzlichen Schriften und häufig benutzen LaTeX-Paketen.
* texlive-doc-de (optional) – Enthält die deutsche Dokumentation zu TeX Live. Darin sind auch eine FAQ-Liste, der LaTeX-Katalog und sonstige Informationen enthalten.
* texlive-latex-extra – Installiert viele zusätzliche LaTeX-Pakete

Will man lieber eine minimale Installation vornehmen und die restlichen Pakete bei Bedarf installieren, so wählt man das Paket:
* texlive-base
Und für die deutsche Sprachunterstützung wählt man einfach das Paket:
* texlive-lang-german
Für eine komplette Installation von TeX Live wählt man einfach das Paket:
* texlive-full
Achtung, dabei werden mehrere hunderte Megabyte heruntergeladen, weil alle Sprachdateien installiert werden.

Falls man ein bestimmtes LaTeX-Paket sucht, kann man apt-file benutzen um herauszufinden in welchem Ubuntu-Paket es sich befindet:
$ apt-file search breakurl
texlive-doc-en: /usr/share/doc/texlive-doc-en/english/catalogue/entries/breakurl.html
texlive-doc-en: /usr/share/doc/texlive-doc/english/catalogue/entries/breakurl.html
texlive-latex-extra: /usr/share/texmf-texlive/tex/latex/breakurl/breakurl.sty
texlive-latex-extra-doc: /usr/share/doc/texlive-doc/latex/breakurl/README
texlive-latex-extra-doc: /usr/share/doc/texlive-doc/latex/breakurl/breakurl.pdf
texlive-latex-extra-doc: /usr/share/doc/texlive-latex-extra-doc/latex/breakurl/README
texlive-latex-extra-doc: /usr/share/doc/texlive-latex-extra-doc/latex/breakurl/breakurl.pdf

Andere LaTeX-Pakete
Falls sich ein bestimmtes LaTeX-Paket, das man braucht, nicht in den Ubuntu-Quellen befindet, muss man sich dieses von Hand herunterladen und installieren. Um diesen Prozess einfacher zu gestalten, kann man den MiKTeX Package Manager benutzen:

1. Source downloaden, entpacken und README.unx lesen
2. Pakete installieren (falls noch nit vorhanden): checkinstall, cmake, g++, libcurl3-dev, lynx
3. Kompilieren mit:
cmake -G "Unix Makefile" -DMIKTEX_INSTALLROOT=/etc/texmf
make
sudo checkinstall
sudo ldconfig

4. Benutzen mit
sudo mpm --update-db #Liste der verfügbaren Pakete aktualisieren
sudo mpm --list|grep PAKET #Informationen zu einem bestimmten Paket anzeigen
sudo mpm --install=PAKET #Ein bestimmtes Paket installieren
sudo texhash #Neue Pakete bei LaTeX registrieren

Alles schön und gut, nur hat mpm leider einen (bekannten) Bug. Wenn man einen Proxy benutzen möchte oder muss, sollte mpm die Umgebungsvariablen http_proxy, ALL_PROXY, FTP_PROXY und NO_PROXY verwenden. Offensichtlich tut es dies nicht und liefert einen timeout-Fehler, weil keine Verbindung hergestellt werden kann.

Also muss man das Paket manuell installieren:
Man lädt sich das gewünschte LaTeX-Paket runter z.B. vom Comprehensive TeX Archive Network, danach entpackt und kopiert man es mit Root-Rechten in dem Ordner /usr/local/share/texmf/tex/latex und führt zum Schluss folgenden Befehl aus um die Latex Bibliothek zu aktualisieren:
sudo texhash

Besuch von Hr. Arsani

2008-01-20

Neulich klingelte es an der Tür und es standen zwei Herren davor. Meine Frau hatte aufgemacht, aber weil unsere beiden Kinder durch das Klingeln geweckt worden waren, musste sie beide wieder beruhigen und hatte daher mich gerufen, damit ich mit den beiden Männern reden sollte.
Sie hatte die beiden Männer so verstanden, dass sie an unseren Kabelanschluß ran müßten, wegen der Umstellung des Kabelanschlußes im Haus von analog auf digital. Ich dachte mir zunächst nichts dabei, da ab und zu schon mal Techniker von anderen Firmen im Haus waren, denen man im Keller eine Tür aufschließen musste. Als ich jedoch zur Wohnungstür kam und die beiden Männer in ihren (schicken) Anzügen dastehen sah, wurde ich skeptisch – die beiden waren garantiert keine Techniker.
Einer der beiden (Hr. Arsani, wie sich später herausstellte) Ergriff sofort das Wort und überzeugte überredete mich dazu, sie in die Wohnung zu lassen und ihnen den Kabelanschluß im Wohnzimmer zu zeigen. Ich war gespannt, was das ganze sollte, und ließ sie daher herein. Als sie im Wohnzimmer waren wurde der Kabelanschluß kaum eines Blickes gewürdigt, stattdessen wurde gleich ein Prospekt der Kabel BW hervorgeholt und erklärt.
Zudem wollte Herr Arsani wissen bei welchem Internetprovider wir sind. Als er es erfahren hatte meinte er, dass es kein Geheimnis sei, dass dessen Dienstqualität zu wünschen übrig ließe, und dass bei Kabel BW das Internet schneller und billiger sei. Ich habe ihn nicht gestört als er seinen Monolog abgehalten hat – man hat gemerkt, dass er ihn wohl schon des öfteren in der Nachbarschaft vorgetragen hat. Herr Arsani deutete meine Zurückhaltung wohl als Ahnungslosigkeit und meinte ich sollte doch gleich auf das Komplettpaket von Kabel BW für Fernsehen, Internet und Telefon umsteigen.
Ich war dann doch etwas sauer. Zum einen hatten sie den Eindruck erweckt, dass es wegen einer technischen Umstellung notwendig sei in die Wohnung zu kommen. Zweitens hat Herr Arsani unbelegte Behauptungen über die angeblich schlechtere Qualität eines Konkurrenzprodukts aufgestellt. Und schließlich wurde er pampig als ich sagte, dass meiner Meinung nach ein Kabelzugang gegenüber DSL Nachteile bezüglich der Bandbreite hat. Er war dann überrascht zu hören, dass ich mich mit den technischen Details von DSL und Kabel auskenne, und musste zugeben, dass er kein Techniker sei.
Ich weiß nicht, ob das Vorgehen von Herrn Arsani exemplarisch für alle Mitarbeiter von Kabel BW ist. Aber ich glaube mit seiner höflich-aggressiven Art bringt er sicher den einen oder anderen unwissenden Nachbarn dazu einen (digitalen) Kabelanschluß bzw. ein Paket zu bestellen, den er nicht braucht oder will.
Am meisten hat mich glaube ich gestört, dass er nicht einfach gesagt hat „Ich komme von Kabel BW und möchte Sie über unsere Produkte informieren. Haben Sie Interesse?„.
Da hätte ich ihn freundlich abgewiesen und einen schönen Tag gewünscht, aber so musste ich ihn und seinen stummen Kollegen recht schroff aus der Wohnung bitten.
Das wäre auch anders gegangen und es ist schade um die fünf Minuten verschwendete Zeit 😦 .

mov2avi

2008-01-15

Die meisten Trailer von neuen Filmen, die man im Netz runterladen kann, sind im Quicktimeformat. Mein DVD-Player spielt aber nur mpeg4 ab. Also muss ich die Videos erst umwandeln, damit ich sie auf dem Fernseher anschauen kann.
Dazu benutze ich den mencoder:

foreach f ("*.mov")
foreach? mencoder -oac mp3lame -ovc lavc -lavcopts vcodec=xvid:vbitrate=1000 -o $f.avi $f
foreach? end

P.S.: Ja, das ist die tcsh.