1944: Atze Schröder vergnügt sich mit der Frau des deutschen Generals Strasser (Jürgen Schornagel) und wird von eben diesem dabei ertappt. Auf der Flucht vor dessen Schergen belauscht er den General, wie dieser Kapitän Rönberg (Jan Fedder) damit beauftragt den heiligen Gral, der von deutschen Truppen gefunden wurde, mit einem U-Boot von Südfrankreich über Gibraltar nach Deutschland zu bringen. Um dem General zu entkommen überredet Atze seinen Kumpel Samuel (Oliver Wnuk) und die Schauspielerin Maria (Yvonne Catterfeld) sich mit ihm als General Strasser, dessen Adjutant Block (Christian Kahrmann) und Kapitän Rönberg auszugeben um das Kommando des U-900 zu übernehmen und damit nach Amerika zu fliehen.
Nach einem holprigen Start kann Atze die Mannschaft mit seiner flapsigen und kumpelhaften Art für sich gewinnen, nur Oberleutnant von Stetten (Götz Otto) bleibt skeptisch. Gehetzt vom General, der die Verfolgung aufgenommen hat, muss Atze das U-Boot durch die Meerenge von Gibraltar manövrieren um nach New York zu kommen.
Atze Schröders Programme (Lecker (2000), Meisterwerke (2002), Kaltstart (2003), Goldene Zeiten (2005), Atze im Wunderland (2007), Mutterschutz (2009)) sind eine gelungene Mischung aus prolligen, politisch unkorrekten Machosprüchen und scharfsinnigen Beobachtungen. Da U-900 1944 spielt kommt Letzteres ziemlich kurz. Auf ein Wortspiel zum Thema U-Boot und Tiefgang möchte ich hier verzichten, aber soviel kann man wohl sagen: Yvonne Catterfeld geht als Mann durch, indem sie sich einen falschen Schnurrbart aufklebt!
Dass der Film nicht ins Klamottenhafte absinkt (wie z.B. Mission: Rohr frei!) ist wohl dem Regiesseur Sven Unterwaldt Jr. zu verdanken, der eine astreine Reverenz an Das Boot mit viel Sinn für Details inszeniert hat. Daher ist U-900 erstaunlich sehenswert und zudem sehr unterhaltsam geworden.
Mein Favorit und Tipp für alle, die Atze nur aus Alles Atze oder U-900 kennen, sind die Live-Kronjuwelen (2008) mit Highlights aus Kaltstart, Goldene Zeiten und Atze im Wunderland.
