Max Payne

By fuepi

Es ist schon einige Jahre her, dass ich Max Payne gespielt habe, deshalb war ich mir nicht sicher, ob ich mir den Film anschauen soll. Bei vielen verfilmten Compuetrspielen muss man die Spiele gut kennen, um der Handlung folgen zu können, bzw. um die Motivation der Hauptfiguren zu verstehen.
Nichtsdestotrotz habe ich mir Max Payne angesehen und wurde recht gut unterhalten. Mark Wahlberg spielt den Titelhelden Max Payne, einen New Yorker Polizisten dessen Frau und Kind bei einem Einbruch ermodet wurden. Seither versucht er den Fall auf eigene Faust zu lösen, der offiziell als Cold Case (ungeklärter Falle, in dem nicht weiter ermittelt wird) zu den Akten gelegt wurde. Bei seinen Nachforschungen trifft er die zwielichtige Natasha (Olga Kurylenko), die später ermordet aufgefunden wird und Max Geldbeutel bei sich hat. Sein ehemaliger Partner entdeckt eine mögliche Verbindung zwischen Natasha und den Mördern von Max’ Familie. Als er sich mit Max treffen will um ihm davon zu erzählen wird auch er ermordet. Max ist nun der Hauptverdächtige in zwei Mordfällen und wird von der Polizei, Natashas Schwester Mona (Mila Kunis) und dem wahren Killer gejagt.

Mark Wahlberg und Mila Kunis in Max Payne

Mark Wahlberg und Mila Kunis in Max Payne


Die Story klingt nach den üblichen Elementen eines Cop-als-Einzelgänger-rächt-den-Tod-seiner-Familie-Films, aber Max Payne sticht etwas hervor. Zum einen gibt es zwar die obligatorischen Schiessereien und Kampfszenen, doch zum anderen wird auch etwas Mystizismus (Valkyrien) und eine düstere Grundstimmung aufgeboten.
Was mich erstaunt hat, war dass es keine Autoverfolgungsjagd gab (zumindest keine, die mir in Erinnerung geblieben wäre) und ich fand es schade, dass die Voice-Over nur am Anfang eingesetzt wurden.
Enttäuscht war ich von den in der Werbung angepriesenen Slow-Motion-Szenen, die man alle in den Trailern schon sieht. Schauspielerische Leistung und Tiefe der Charaktere sind nicht die Hauptkriterien für die Zielgruppe dieses Films, wie man am Platz eins der amerikanischen Kino-Charts des Films erkennt. Dafür warten die Nebenrollen mit bekannten Gesichter der Musikszene auf: Ludacris und Nelly Furtado zeigen ihr schauspielerischen Ambitionen.
Insgesamt recht unterhaltsames Popcorn-Kino, erinnerte mich wegen der verregneten Szenen in den Strassen der Stadt an Sieben und Blade Runner. Wegen des grossen Erfolgs ist die Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung ist recht hoch.

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